10 Verhaltensregeln wenn Sie von einem Kaufhausdetektiv angesprochen werden

In der Realität gibt es überall Dutzende filmreife Krimi-Szenen. Das Repertoire reicht dabei von Komödie bis hin zur menschlichen Tragödie. Zu den Tätern und Opfern gehören Menschen jeden Alters, die aus allen sozialen Schichten kommen.

Moderner Kaufhausdiebstahl

Mittlerweile werden Ladendiebstähle in einer Art Fließbandtätigkeit abgehandelt. Weder moderne Überwachungstechnik, konsequente Warensicherung noch motivierte Kaufhausdetektive sind in der Lage, die kriminelle Energie der Täter zu bremsen. Hinzu kommt noch, das Zeugen aus undefinierten Gründen einfach wegschauen.
Doch Kaufhausdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. In diesem Milieu treiben unterschiedliche Gruppierungen ihr Unwesen. Dazu gehören Routiniers oder Banden, die im Auftrag gezielte Diebeszüge vornehmen. Diese Täter finanzieren dadurch Drogen oder ihren Lebensunterhalt.


Hinzu kommen die Problematik der Kleptomanen und Zufallskriminellen sowie die Kauf- oder Konsumsucht. Das heißt, Menschen brauchen diesen besonderen Kick etwas zu klauen oder sie möchten Dinge einfach nur besitzen, ohne sie bezahlen zu müssen.

Verhaltenskodex bei Verdacht auf Ladendiebstahl

Der KaufhausdetektivDie Verluste durch Ladendiebstahl im Handel sind riesig. Aus diesem Grund sind Türsteher, Kaufhausdetektive oder Zivilfahnder im Einsatz. Einige Unternehmen loben sogar Fangprämien für Ladendiebe aus. Doch was tun, wenn man selbst in das Visier von Fahndern gerät?

1. Fehlverhalten oder das Ertönen eines Signals beim Verlassen von Geschäften kann schnell zu Missverständnissen führen. Deshalb werden Sie möglicherweise von einem Security-Mitarbeiter angesprochen.

2. Bleiben Sie dabei ruhig und gelassen, ergreifen Sie allerdings nie die Flucht.

3. Achtung: Nur bei dringendem Tatverdacht dürfen Verdächtige vorläufig festgenommen werden (§127 StPO). Auch hier ist es besser, den Anweisungen des Personals Folge zu leisten. Sie müssen jedoch nicht.

4. Die verdächtigte Person wird zur Klärung in ein Büro gebeten. Dort werden die Identität der angeschuldigten Person und der Sachverhalt geklärt. Sie können allerdings darauf bestehen, im Ladengeschäft zu verweilen.

5. Übrigens ist es Detektiven verboten, verdächtige Personen nach vermeintlichem Diebesgut zu untersuchen. Nur mit einer Erlaubnis Ihrerseits ist das gestattet (freiwilliger Unterwerfungsakt). Ansonsten darf das nur die Polizei!

6. Um zur schnellen Klärung beizutragen, sollten Sie das ganze Prozedere vernünftig über sich ergehen lassen. Spätestens, wenn die Polizei eintrifft, wird der Sachverhalt geklärt.

7. Sind Sie zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt, könnten Sie sofort bei der Polizei eine Gegenanzeige erstatten. Hier berücksichtigen Sie, dass der Kaufhausdetektiv auch nur ein Mensch ist. Wägen Sie ab, wie er Sie behandelt hat. Eine solche Anzeige ist ein Antragsdelikt.

8. Falls Sie das nicht tun, bestehen Sie wenigstens auf einer angemessenen Entschuldigung.

9. Sie können ruhig mal Nachfragen, warum Sie in Verdacht geraten sind. Nur so kann das eigene Verhalten verändert werden.

10. Beim Einkauf immer Bons und Rechnungen mitnehmen und aufbewahren, damit keine Missverständnisse auftreten.
Wer die Tipps berücksichtigt, wird trotz aller Unannehmlichkeiten schnell wieder auf freiem Fuß sein.

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