Der erste Eindruck

Der erste EindruckZu kaum einem Thema gibt es so viele verschiedene Meinungen wie zum „ersten Eindruck“. Die Ethik sagt man sollte jeden Menschen gleich behandeln, die Politik sagt dies erst recht und die Menschen die nicht täglich in unserem Umfeld arbeiten und unsere Aufgaben haben sind oft die lautesten. Werfen wir mal einen ehrlichen Blick auf das Ganze!





Unser Auftrag

Wie oben angesprochen sollte man theoretisch jeden Menschen gleich behandeln, und teilweise ist das auch vollkommen richtig. Denn an erster Stelle sind wir, richtig, Dienstleister. Das bedeutet schlicht dass uns jemand bezahlt um eine bestimmte Aufgabe, oder einen bestimmten Aufgabenbereich zu übernehmen. Bäcker, Verkäufer, Schreiner usw. sind wie wir. Neben unserer Hauptaufgabe ist es wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, zu anderen Menschen höflich, hilfsbereit und zuvorkommend zu sein.

Der Unterschied

Jetzt kommen wir zum wesentlichen! Wir backen keine Brötchen und fegen keine Straßen. Unsere Hauptaufgabe lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Durch Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit Schäden und Gefahren vom Betrieb (und dessen Angehörigen) abwenden. Das ist der Generalauftrag des Sicherheitsdienstes. Das bedeutet dass wir in unserem Beruf größerer Gefahr ausgesetzt sind als andere Berufsgruppen, wir abreiten manchmal im wahrsten Sinne des Wortes mit vollem Körpereinsatz.

Der erste Eindruck

Der erste EindruckWas hat das bisher mit dem ersten Eindruck zu tun? Ganz einfach. Im Wachgewerbe ist man größerer Gefahr ausgesetzt als in anderen Berufen. Der erste Eindruck ist insofern wichtig, da dies immer eine erste Lagebeurteilung darstellt. Er beruht auf Erfahrung, hören sagen und persönlicher Einstellung. Behandeln wir während unserer Arbeit jeden Menschen gleich? Wenn man den Beruf ernst nimmt auf jeden Fall! Als Dienstleister sind wir in normalen Situationen immer höflich. Bewerten wir jeden Menschen gleich? Auf keinen Fall, denn das wäre fatal. Gefährliche Situationen erkennt man häufig am ersten Eindruck. Ein Beispiel: Wir sind Türsteher an einer belebten Diskothek. Es nähert sich eine Gruppe angetrunkener Männer. Sie sind laut und singen Lieder. Im zweiten Fall nähert sich eine Gruppe angetrunkener Frauen. Auch sie sind laut und singen Lieder. Das Bauchgefühl und unsere Erfahrung sagt uns instinktiv die Gruppe Männer könnte potentiell Ärger bedeuten, da betrunkene Männer gerne übermütig werden.

Fazit

Der erste Eindruck ist sehr wichtig um (grob gesagt) gefährliche Situationen richtig einzuschätzen. Etwas zu viel Misstrauen ist sehr viel besser als etwas zu wenig Misstrauen. Als Profis die wir sind verhalten wir uns allen Menschen gleich gegenüber. Manchmal sind wir höflich und manchmal freundlich und bestimmt.
Oft macht auch das Wort „Vorurteil“ die Runde. Soll ich ihnen was sagen? Vorurteile sind (in unserem Beruf) sehr wichtig, solange wir diese nicht nach außen tragen. Vorurteile und der erste Eindruck schützen uns vor sorglosem Verhalten und damit kommen wir unserem Generalauftrag nach und nicht zu letzt unserem eigenen Schutz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.