Die Sachkundeprüfung nach §34a GewO (Update 02/2017)

Wozu brauche ich die Sachkundeprüfung gem. §34a GewO eigentlich? Wo liegt überhaupt der Unterschied zwischen dem Unterrichtungsverfahren und der Sachkundeprüfung nach §34a GewO?

Das Unterrichtungsverfahren

In diesem von der IHK durchgeführten Lehrgang werden die Unterrichtsthemen Umgang mit Menschen, Straf- und Verfahrensrecht, Umgang mit Waffen, Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung mit Gewerberecht und Datenschutzrecht, Bürgerliches Gesetzbuch, Unfallverhütungsvorschriften sowie Sicherheitstechnik behandelt. In der Sachkunde-Unterrichtung lernst du alles, was du bei deiner täglichen Arbeit im Sicherheitsgewerbe tun darfst, musst oder könntest. Am Ende dieses Lehrganges wird dir die Teilnahme mit einer Urkunde bescheinigt.

Abschluss der Sachkundeprüfung

Hier nimmst du nicht nur an der Unterrichtung teil, sondern legst zusätzlich auch noch eine Sachkundeprüfung bei der IHK ab. Die Prüfung setzt sich zusammen aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Dir sollte bewusst sein, dass die Sachkundeprüfung eine optimale Vorbereitung von dir verlangt.

Wer braucht die Sachkundeprüfung nach §34a GewO?

Die Unterrichtung der Sachkundeprüfung genügt, wenn du z.B. im Bereich Revierfahrten sowie Geld- und Werttransporte arbeiten möchtest. Möchtest du jedoch gerne als z.B. Citystreife, Ladendetektiv oder Türsteher tätig sein, musst du den Nachweis einer erfolgreich abgeschlossenen Sachkundeprüfung nach §34a GewO erbringen.

Hier nochmal im Überblick:

Der Nachweis einer erfolgreich bestandenen Sachkundeprüfung nach §34a GewO ist erforderlich, wenn du in folgenden Tätigkeitsfeldern arbeiten möchtest:

1. Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr,
2. Schutz vor Ladendieben,
3. Bewachungen im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken,
4. Bewachungen von Aufnahmeeinrichtungen nach § 44 des Asylgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. September 2008 (BGBl. I S. 1798), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 31. Juli 2016 (BGBl. I S. 1939) geändert worden ist, von Gemeinschaftsunterkünften nach § 53 des Asylgesetzes oder anderen Immobilien und Einrichtungen, die der auch vorübergehenden amtlichen Unterbringung von Asylsuchenden oder Flüchtlingen dienen, in leitender Funktion,
5. Bewachungen von zugangsgeschützten Großveranstaltungen in leitender Funktion.

Für eine erfolgreiche Karriere im Wachgewerbe empfiehlt es sich, die Sachkundeprüfung gem. §34a GewO abzulegen. Dadurch, dass viele Sicherheitsfirmen den Nachweis der Sachkundeprüfung bei ihrer Suche nach qualifizierten Mitarbeitern voraussetzen, hast du größere Einstellungschancen und dir stehen mehrere Türen offen.

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