Ein komischer Zufall mit schwerwiegenden Folgen

Kaufhausdetektiv Spiegel (3)Es war kurz vor Feierabend in einem Supermarkt in der Nähe von Herten. Ich stand zum “Pläuschchen an der Information, und wollte gerade den Kassenbereich durchqueren, um im Büro meine Arbeitstasche zu holen, da kam mir eine Dame entgegen, mit einem vollgepackten Einkaufswagen. Ich weiß, nicht warum ich das gesehen habe, aber die Kundin kontrollierte den Kassenbon, der etwa 5cm lang war. Es war eher Zufall, das mir das auffiel muss ich gestehen. Ich musste nun aus der Kundin die Information gewinnen, ob das der einzige Kassenbon war, den Sie bekommen hatte. Da dieser für den Einkaufswagen viel zu kurz gewesen ist. Ich sah, dass sich im Einkaufswagen eine Küchenmaschine befand, und zögerte nicht. Ich sprach die Kundin mit folgenden Worten an:
„Guten Tag, ich bin von der Sicherheit der Firma XX und hier im Haus zuständig. Sie haben da Ihren Kassenbon auf dem Fließband liegen lassen, den könnten Sie gebrauchen, wenn mit der Küchenmaschine etwas nicht stimmt.“

Ich sagte das, obwohl ich sah, dass sie den Kassenbon noch in der Hand hielt. Sie verneinte das und hielt mir diesen kurzen Kassenbon unter die Nase. Da wusste ich da kann was nicht stimmen.
Ich bat die Kundin in mein Büro und fragte sie im Flur im Personalbereich bereits, was sie für den gesamten Einkauf bezahlt hatte.


Sie hielt mir den Kassenbon hin und sagte sie wüsste das nicht, sie habe mit Karte bezahlt. Ich schaute auf den Kassenbon uns sah, irgendwas um 23,00 DM. Um der Sache auf den Grund zu gehen, bat ich den Geschäftsstellenleiter, die Kassiererin in mein Büro zu bringen. Und einen Kassensturz sowie die letzten 5 Kassenbons auszudrucken.
Als ich mir einen Überblick verschaffte, stellte sich heraus, die Kassiererin hat etliche Waren nicht eingescannt, sondern den EAN-Code immer mit einem Finger zugehalten. So entstand aus der Rechnungssumme von eigentlich etwa 212,00 DM am Ende etwa 23,00 DM.

Bei der Kassiererin konnte man schon den Schweiß auf der Stirn sehen, also beschränkte ich mich zunächst mal auf Ihre Darstellung der Situation. Sie öffnete sich sofort und gab zu, dass die Kundin eine Tante sei und das schon des Öfteren so vollzogen worden sei.

Der Kassiererin wurde ein Aufhebungsvertrag nebst einer Diebstahlsanzeige gefertigt.
Der Kundin wurde ein Hausverbot ausgesprochen und eine Strafanzeige wegen Beihilfe zum Diebstahl gestellt.

So kam es durch einen blöden Zufall zu einem Aufgriff, den ich nie wieder vergessen werde und auch so gelernt als Kaufhausdetektiv immer achtsam auf jede noch so kleine Unregelmäßigkeit zu geben.

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