Der Job im Veranstaltungsschutz

VeranstaltungssicherheitDer Bereich Veranstaltungsschutz ist wohl der Bereich, der am meisten fehlinterpretiert wird. Der Veranstaltungsschutz ist eine Aufgabe, die im Auftrag des Kunden  durchgeführt wird.
Das bedeutet, ich vertrete die Interessen des Kunden. Und sicherlich ist es dem Kunden wichtig auf die körperliche Unversehrtheit des Gastes zu achten und den Gast somit zum wiederkommen zu bewegen. Das wird leider immer wieder falsch verstanden, und/oder nicht wahrgenommen.  Eine prügelnde Türsteher Gruppe braucht kein Veranstalter. Natürlich ist es erforderlich, dass ein Sicherheitsmitarbeiter die Veranstaltung sichert und auch Autoritär genug ist sich durchzusetzen, aber das sollte ein Sicherheitsmitarbeiter schon als Softskill mitbringen.

Weiterhin habe ich immer wieder gesehen, wie Sicherheitsmitarbeiter ihren Dienst antreten. Sie platzieren sich an der Tür. Kaum ein Mitarbeiter beschäftigt sich mal mit Notausgängen, Interventionswegen, Brandschutz, Erste Hilfe …
Auch das Anmelden am Abend bei der örtlichen Polizei gehört zu einem guten Sicherheitsdienst.

Ein smartes Auftreten und eine Art freundschaftliches Verhältnis zu den Gästen schafft in 95% der Fälle Ruhe schon beim Einlass . Und für die anderen 5% muss man dann eben einfach mal zupacken. Aber auch das geht gesetzeskonform und diskret.

Ich habe mal den Satz gestaltet für die Sicherheit:
Die schönste Art für die Gäste Wärme zu erzeugen, ist die REIBUNGSLOSIGKEIT

In meiner Zeit als Dozent konnte ich hunderte Schüler begeistern, den Spaß am Job zu bekommen durch smart-sein. Es ist doch viel schöner, mit Schlagfertigkeit den Gegenüber zu kontrollieren, anstatt mit der Fertigkeit zu schlagen?

Mein erster Veranstaltungsschutz, den ich absolviert hatte, war an einem Abend im Sauerland, als ich dem Chef die Hand geben wollte um ihn zu begrüßen hatte ich eine Flasche Pfefferspray (RSG4) in der Hand. Diese Situation war mir völlig fremd und ich lehnte dankend ab. Später musste ich erfahren, das es Situationen gab, wo es erforderlich war, solch etwas in der Hand zu haben. Aber das war nicht auf die Gäste zurück zu führen, vielmehr auf das martialische Auftreten meiner Kollegen. Denn ich musste beobachten, dass diese Nachts um 0:30 Ausrüstung anlegten, und so breit durch den Veranstaltungssaal liefen, das eine Konfrontation gar nicht mehr zu verhindern war.
Damals habe ich dort allerdings viel gelernt, nämlich: Wie man es nicht macht !

Willst Du Türsteher sein, trainiere…
… deine Schlagfertigkeit ! Lass´ nicht den „Assi-Türsteher“ raus hängen, das macht keinen Spaß , wenn erstmal dein Gegenüber weiß wo Du wohnst.

Auch wenn ab und an mal Gäste gehen müssen, gibt es immer mehrere Wege das durch zusetzen. Und einer ist immer Gewaltfrei.

Herzlichst euer Stefan Wegerhoff
Text: Stefan Wegerhoff

D&W The Motion Corporation
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… Jeder Beitrag wird immer mal wieder ergänzt …

 

 

3 Kommentare

  1. Hachja der gute alte Veranstaltungsschutz!!

    Spaß hats immer gemacht, ich vermisse es sehr oft. Es ist zwar anstrengend, vor allem für die Füße wenn man Stundenlang rumläuft oder an einer Stelle steht, aber man gewöhnt sich ja an alles. In 5 Jahren Veranstaltungsschutz musste ich nicht einmal zupacken geschweige denn jemanden anfassen (Außer beim durchsuchen von Personen). Ich konnte alles so lösen, man muss nur wissen wie man deeskalierend auf sein Gegenüber einwirkt. Ich denke das kann ich sehr gut, mir gehen auch die Kollegen aufn Geist die absichtlich provozieren… Ich finde solche Kollegen gehören in den Boxring, nicht in den Veranstaltungsschutz…

    Liebe Grüße
    Danny

  2. I’m very happy to read this. This is the kind of manual that needs to be given and not the random misinformation that’s at the other blogs. Appreciate your sharing this greatest doc.

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