Sachkundeprüfung nach §34a GewO

20130822-145353.jpgDir sollte bewusst sein, daß Du dich auf die Sachkundeprüfung vorbereiten musst.
Ohne Vorbereitung wirst Du die erforderlichen 50% nicht erreichen.
Die Fragen (Multiple-Choice) sind aus den relevanten Themenbereichen: Recht, Technik und Umgang mit Menschen.

Die Prüfung umfasst 72 Fragen mit unterschiedlicher Wertung.
Die Antwortmöglichkeiten sind immer eine oder zwei Kreuzchen, nie mehr oder weniger.
Die Punktezahl der Fragen bedeutet nicht die Lösungsanzahl.
Eine Frage ist nur richtig oder falsch! Eine zum Teil richtige Frage ist FALSCH.

Wer braucht die Sachkundeprüfung?

Sicherheitsmitarbeiter, die im öffentlichen Verkehr (Fahrgastbetreuung) oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlicher Verkehrsfläche (z.B. Kaufhaussicherheit) tätig werden wollen, sowie Mitarbeiter zum Schutz vor Ladendiebstahl und Mitarbeiter im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken.

Sicherheitsfirmen sehen die Sachkundeprüfung sehr gerne, da man dich viel flexibler einsetzen kann.
Solltest Du nun tatsächlich nicht in einem dieser Bereiche arbeiten oder solltest Du nur für einen anderen Bereich eingestellt werden, wie zum Beispiel den Werkschutz, so musst du auch nicht den Nachweis der Sachkundeprüfung erbringen.
Hier reicht dann eine 40stündige Unterweisung, die nur von der IHK angeboten wird.

In dieser Unterweisung, wirst du speziell mit dem „Umgang“ der Theorie vertraut gemacht, die für dein Arbeitsleben enorm wichtig ist, denn Du musst ja wissen was du tun darfst, musst und könntest.

Die Unterweisung findet an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen in einer IHK statt. Während des Unterrichts prüft der Dozent durch Verständnisfragen, ob die Teilnehmer den Inhalt verstanden haben, denn eine Fehlhandlung, zum Beispiel eine zu unrecht angewandte vorläufige Festnahme nach §127 StPO ist im Extremfall eine Freiheitsberaubung und kann unter Umständen zum Berufsverbot führen.

Also kann es in bestimmten Fällen tatsächlich passieren, dass ein Kaufhausdetektiv innerhalb weniger Sekunden der Unachtsamkeit seinen Job aufs Spiel setzt. Für diesen Fall muss es allerdings zu einer Verurteilung kommen und zu einem Eintrag in das Führungszeugnis.

Bitte lasst euch nicht auf Agreements ein, bei denen es heißt, ihr sollt vor dieser Unterweisung oder Sachkundeprüfung in den Dienst treten.
Das Ordnungsamt und die Zollbehörden sind immer auf der Suche nach solchen Einsatzkräften, die nicht ausreichend geprüft oder geschult sind und/oder sogar nicht angemeldet sind.

Und ich persönlich hoffe, daß diese Art der Kontrollen noch umfangreicher und genauer werden.

Herzlichst euer Stefan Wegerhoff

Text: Stefan Wegerhoff

D&W The Motion Corporation

2 Kommentare

  1. Moin,

    die Sachkundeprüfung an sich ist eigentlich gar nicht so schwer, habe hinterher gesagt „So derbe hätte ich mich gar nicht vorbereiten müssen“… Denn ich hatte am Ende über 90% richtig (bei der schriftlichen Prüfung) und die mündliche habe ich auch ohne Fehler bestanden… Man sollte sich aber auch nicht einfach auf die faule Haut setzen und denken „Klappt schon“, es gibt einige Punkte wo man schon gut aufpassen sollte…

    Zum Thema vorher Dienst antreten… So derbe sind die Kontrollen leider nicht, habe erfolgreich locker 4 Jahre ohne Sachkundeprüfung oder Unterweisung in allen möglichen Sicherheitsdienstlichen Bereichen gearbeitet, es kam nicht einmal Zoll. Nur einen richtig festen Job findet man ohne sowieso schwer…

    1. Leider bist Du mit 90% eine Seltenheit! Die Durchfallquote schwankt immer um die 50%. Wobei ich nun nicht ausmachen will, ob das an der Prüfung liegt oder an den Teilnehmern. Definitiv ist es nicht einfach, und wer sich nicht ausreichend belehrt hat, wird die Prüfung auf „gut Glück“ nicht schaffen. Weiterhin glaube ich, das stupide Lernen aus Büchern ohne Denkstützen und Eselsbrücken, bei diesem trockenen Thema, nicht funktioniert.

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